allparteilichkeit

Allparteilichkeit erklärt: Wie kann jemand für beide Seiten da sein?

Allparteilichkeit heißt: Jede beteiligte Person soll mit ihren Anliegen ernst genommen werden. Ich unterstütze eine faire Verständigung, ohne eine Seite zu vertreten oder das Ergebnis vorzugeben.

Neutralität ist keine Gleichgültigkeit

Neutralität bedeutet, keine eigenen Interessen am Ausgang zu verfolgen und keine Partei zu bevorzugen. Allparteilichkeit beschreibt die aktive Aufmerksamkeit für unterschiedliche Sichtweisen. Beides ergänzt sich: Ich kann engagiert durch das Gespräch führen und zugleich neutral gegenüber seinem Ergebnis bleiben.

Wie das im Gespräch aussieht

Vielleicht findet eine Person sofort Worte, während die andere Zeit braucht. Ich achte darauf, dass beide ihre Sicht darstellen können, frage nach und mache Unklarheiten sichtbar. Gleiche Wertschätzung heißt nicht, jedes Verhalten gutzuheißen oder Verantwortung automatisch gleich zu verteilen.

Grenzen gehören dazu

Abwertung, Drohungen und Druck werden nicht als gleichberechtigte Gesprächsbeiträge behandelt. Ich spreche an, wenn ein fairer Rahmen fehlt. Bei Gewalt oder Zwang ist zu prüfen, ob Mediation überhaupt geeignet ist. Schutz und freie Entscheidungen gehen vor.

Was ich nicht entscheide

Ich bestimme weder Schuld noch Rechtsansprüche. Das Ergebnis liegt bei den Beteiligten. Notwendige Rechtsberatung erfolgt gesondert. Vor Beginn prüfen wir auch, ob Vorbeziehungen oder frühere Tätigkeiten meiner neutralen Rolle entgegenstehen.

Wenn sich jemand benachteiligt fühlt

Das darf angesprochen werden. Wir können den Ablauf prüfen, Regeln anpassen oder eine Pause vereinbaren. Jede Partei darf die Mediation beenden; niemand muss einer Lösung zustimmen, um kooperativ zu wirken.

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